Aromatique - ein traditionelles Produkt aus Thüringen...

 

Am 19. Dezember 2011 führte die geplante Weiterbildung die Lehrer aus dem Bereich Gastronomie in die Gemeinde Nesse-Apfelstädt nach Kornhochheim zur traditionsreichen Firma Aromatique GmbH.

 

Allen Thüringern und auch vielen Bürgern über die Grenzen von Thüringen hinaus ist der Aromatique als eine regionale, wohltuende und verdauungsfördernde Spirituose bekannt.

Die Lehrer waren überpünktlich zur Stelle und wurden von Geschäftsführer L. Sander standesgemäß mit einer Kostprobe der bekannten Marke begrüßt.

Natürlich begann die Betriebsbesichtigung mit der Geschichte des Aromatique und seinem Weg durch die gesellschaftlichen Zeiten.

Anfang des 19. Jahrhunderts (1828) stellte der Apotheker Daniel Thraen aus Anlass des Ausbruches einer Epidemie aus Kräutern erstmals ein alkoholhaltiges Arzneimittel her und nannte dieses tinctura aromatica composita. Da die Nachfrage im Laufe der Zeit stieg - auch nach Beendigung der Epidemie -, wurde vom nachfolgenden Apotheker Theodor Lappe dieser Likör weiterentwickelt und ab 1828 als Magenbitter verkauft – die Geburtsstunde des Aromatique:

Aromatique (umgangssprachlich „Aro“) ist ein eigenständiger Thüringer Gewürzlikör mit 40 Volumenprozent. Der Geschmack unterscheidet sich deutlich von anderen Kräuterlikören. Basis zur Herstellung sind Gewürze. Traditionell wird der „Aro“ in speziellen eckigen Flaschen abgefüllt.

Der Aromatique wurde seitdem von verschiedenen Firmen in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen produziert. Heute ist das von allen Firmen übrig gebliebene Unternehmen Alleinhersteller und produziert neben der Stammmarke Aromatique verschiedene andere Spirituosen, die weltweit vertrieben, z.B. in den USA und Israel.

Beim Betriebsrundgang konnten sich alle über die modernen Produktionsbedingungen, Verarbeitungstechniken und traditionelle Produkte, sowie Neuentwicklungen informieren.

Im Anschluss konnte probiert werden. Selbst die Verkostung von einem Produkt welches erst vor der Markteinführung steht und noch nicht im Handel erhältlich ist, war eingeschlossen.

Die Möglichkeit des Werksverkaufs wurde natürlich auch genutzt.

S. Brand